Die Legende (Dieser Charge)
Das Flaschenlager
Keller
Die Fieberkurve
Sude der Charge
Wischen ->| Zeit ↓ | Kühl. | Druck | Logbuch | Score | Aktion |
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Füttere deinen Ingwerstarter (Ginger Bug) mindestens 2 Stunden bevor du ihn verwendest. Du erkennst den aktiven Starter daran, dass es im Glas fröhlich blubbert und feine Bläschen aufsteigen.
Koche das Wasser, den fein geschnittenen (oder geriebenen) Ingwer und den Zucker in einem Topf auf. Lasse das Ganze für ca. 15 Minuten sanft köcheln, damit der Ingwer sein volles Aroma abgeben kann.
Nimm den Topf vom Herd und lasse die gesamte Flüssigkeit komplett abkühlen – am besten einfach über Nacht. Das ist extrem wichtig! Ist das Wasser noch zu heiß, tötest du später die wertvollen Hefekulturen aus deinem Starter ab.
Sobald der Sud auf Raumtemperatur abgekühlt ist, fügst du den frischen Zitronensaft und deinen sprudelnden Ingwerstarter hinzu. Verrühre alles einmal kräftig.
Siebe nun alles durch ein feines Küchensieb (oder ein Passiertuch) ab, um die festen Stücke zu entfernen.
TIPP: Die übrig gebliebenen, süß-scharfen Ingwerreste musst du nicht wegwerfen! Püriere sie einfach zu einem feurigen Ingwershot.
Fülle die reine Flüssigkeit nun mit Hilfe eines Trichters in passende Gefäße um. Hierfür eignen sich besonders dickwandige Bügelflaschen, da diese dem entstehenden Druck gut standhalten können.
Lasse die verschlossenen Flaschen nun für 3 bis 7 Tage an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur stehen.
WICHTIG: Entlüfte die Flaschen jeden Tag. Halte dafür den Verschluss mit der Hand fest und öffne ihn nur leicht und extrem langsam, sodass überschüssiges Gas zischend entweichen kann. Sonst drohen Flaschenbomben!
Ab dem gewünschten Fermentationslevel (wenn das Bier ordentlich sprudelt und dir der Geschmack gefällt) stellst du die Flaschen in den Kühlschrank. Die Kälte stoppt den Gärprozess fast komplett. Auch dort solltest du anfangs noch mindestens alle zwei Tage kurz entlüften. Danach: Eisgekühlt genießen!
Gib 1 Esslöffel geriebenen Bio-Ingwer (unbedingt mit Schale!) und 1 Esslöffel Zucker in ein Einmachglas. Füge ca. 200ml Wasser hinzu und rühre kräftig um. Decke das Glas mit einem luftdurchlässigen Tuch (z. B. Küchentuch) ab und befestige es mit einem Gummiband, damit Sauerstoffaustausch möglich ist, aber keine Fliegen hineingelangen können.
Füttere deinen Starter täglich mit 1 EL geriebenem Ingwer und 1 EL Zucker. Rühre jedes Mal kräftig um, um Sauerstoff unterzumischen.
Wichtig nach dem Brauen: Wenn du Starterflüssigkeit für dein Bier entnimmst, fülle danach exakt die gleiche Menge an Wasser (und entsprechend etwas Ingwer/Zucker) wieder nach, sodass am Ende wieder genauso viel im Glas ist wie vorher. Füttere ihn danach direkt.
Nein! Der Zucker dient beim Fermentieren nicht primär als Süßungsmittel für dich, sondern als überlebenswichtige Nahrung für die wilden Hefen und Milchsäurebakterien in deinem Starter. Ohne echten Zucker (Saccharose, Glukose, Fruktose) findet keine Fermentation statt. Brauner Rohrohrzucker oder weißer Haushaltszucker funktionieren am besten.
Höchstwahrscheinlich nicht! In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um sogenannte Kahmhefe. Sie bildet einen weißlichen, oft runzeligen und staubigen Film auf der Oberfläche. Sie ist völlig ungefährlich, kann aber den Geschmack muffig machen. Schöpfe sie einfach großzügig ab.
Echter Schimmel hingegen ist pelzig/haarig und wächst in runden, farbigen Inseln (grün, schwarz, bläulich). In diesem seltenen Fall musst du den Starter leider entsorgen.
Keine Panik! Dieses Phänomen nennt sich "Ropiness" (Fadenziehen) und wird durch bestimmte nützliche Milchsäurebakterien (z.B. Pediococcus) verursacht, die bei der Gärung Mehrfachzucker bilden. Es sieht seltsam aus, ist aber absolut ungefährlich. Oft baut sich dieser Schleim nach ein paar Tagen weiterer Fermentation (vor allem im Kühlschrank) von ganz alleine wieder ab.
Wenn es in der Flasche nach 3-4 Tagen immer noch nicht richtig "ploppt", steht dein Bier vermutlich zu kühl. Stelle es probehalber an einen etwas wärmeren Ort. Es ist auch möglich, dass die Hefen den gesamten Zucker bereits "aufgefressen" haben. In dem Fall kannst du vor dem Abfüllen in die Bügelflaschen noch einen kleinen halben Teelöffel Zucker (als sogenannten "Priming Sugar") pro Flasche hinzugeben, um die Hefen für die Kohlensäureproduktion nochmal zu wecken.
Stelle das Glas einfach in den Kühlschrank (dann gerne mit einem leicht verschlossenen Deckel). Die Kälte lässt die Hefen "einschlafen". Einmal pro Woche solltest du ihn herausnehmen, auf Zimmertemperatur kommen lassen und ihm seine normale Mahlzeit (1 EL Ingwer, 1 EL Zucker) geben. Danach kann er wieder zurück in die Kälte.